Mit 81 % Ballbesitz in Halbzeit eins zeigt die Mannschaft spielerische Stärke – scheitert am Ende aber daran, die Überlegenheit in echte Chancen umzumünzen.
Es war wieder eines dieser Spiele, die unter die Haut gehen. Unsere Jungs lieferten vor heimischem Publikum über weite Strecken eine dominante und spielerisch ansprechende Partie ab, kontrollierten das Geschehen mit starken 76 % Ballbesitz über die gesamte Spielzeit. Und doch mussten wir unsere Fans am Ende ohne den erhofften Heimsieg nach Hause schicken.
Die erste Hälfte gehörte klar uns. Mit 81 % Ballbesitz diktierten wir das Tempo und kombinierten durch die Reihen – doch der entscheidende letzte Pass, die zündende Idee im Abschluss, fehlte zu oft. Aus der klaren Überlegenheit im Ballbesitz konnten wir schlicht zu wenig Kapital schlagen.
Auch in Durchgang zwei blieben wir die spielbestimmende Mannschaft, ohne die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Den Schlusspunkt setzte ein Konter in der Nachspielzeit: Nach einem Foul unseres Spielers im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der Elfmeter wurde verwandelt, und damit war die Partie entschieden.
Die ehrliche Analyse danach: Ballbesitz allein gewinnt keine Spiele. Wir müssen lernen, unsere Überlegenheit konsequenter in gefährliche Situationen zu übersetzen. Dass selbst der anwesende DFB-Auswahltrainer der U16 nach Abpfiff feststellte, „Tolle Mannschaft mit sehr guten spielerischen Momenten und vielen Chancen – wie konntet ihr das nur verlieren?”, ist Ansporn und Hausaufgabe zugleich. Genau daran arbeiten wir.
Was dennoch bleibt, ist das ungebrochene Vertrauen in diese Gruppe. Die Intensität und Leidenschaft im Training sind vorbildlich, die Jungs geben täglich alles – bei Wind und Wetter. Das Trainerteam ist überzeugt: Wenn wir den Ballbesitz besser ausspielen, wird diese Mannschaft Spiele gewinnen.
Wir schütteln uns, haken diesen Tag ab und gehen die kommenden Aufgaben mit voller Motivation an. Danke an alle, die uns vor Ort und von zu Hause unterstützen – euer Vertrauen treibt uns an.
